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Nabelschnurblut spenden - wie geht das?




Die erste Bluttransfusion aus Stammzellen von Nabelschnurblut erfolgte im Jahr 1988; seitdem konnte über 8.000 Patienten mit Hilfe von Nabelschnurblut geholfen werden. Die Tendenz dieser Transfusionen ist steigend. Jeden Tag werden in Deutschland circa 2.000 Babys geboren; jedes dieser Neugeborenenn könnte einem Patienten das Leben retten! Sowohl Blutkrankheiten wie Leukämie als auch auch einige Krebsarten können mit Hilfe von Nabelschnurblut geheilt werden. Im Moment werden allerdings etwa 95% des Nabelschnurblutes direkt nach der Entbindung entsorgt. Leider wissen noch zu wenig werdende Eltern von dieser Möglichkeit; aus diesem Grund sollten Ärzte hier mehr Aufklärungsarbeit leisten.



Eine Transfusion mit einer Spende aus Nabelschnurblut bringt viele Vorteile mit sich: so sind die im Nabelschnurblut enthaltenen Immunzellen im Gegensatz zu älterem Blut relativ unreif, was zur Folge hat, dass die Abstoßungsreaktion in der Regel geringer ausfällt. Eine 100-prozentige Übereinstimmung zwischen Spender und Empfänger ist so nicht unbedingt nötig; trotzdem kommt es in den meisten Fällen nicht zu einer Abstoßung.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Übertragung von Krankheitserregern bei einer Nabelschnurblutspende weitaus geringer ist als beim Blut erwachsener Menschen.

Für das Neugeborene und die Mutter stellt das Nabelschnurblut spenden zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung dar.
Größter Förderer der Nabelschnurblutspende ist die Deutsche Knochenmarkspende, welche am Universitätsklinikum in Dresden seit 1997 Nabelschnurblut einlagert. Auch Kliniken in den Bundesländern Sachsen, Berlin, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Baden-Württemberg lagern Spenden ein, überwachen diese und führen Qualitätskontrollen durch. Die Herstellung entsprechender Medikamente unterliegt strengen Richtlinien und einer kontinuierlichen Überwachung.

Möglich ist es auch, das Nabelschnurblut nicht für fremde Menschen zu spenden, sondern es für den Eigengebrauch einlagern zu lassen. Beachten sollte man jedoch, dass Nabelschnurblut für den Spender nicht sehr verträglich ist. Auch entstehen durch die Einlagerung hohe Kosten; die Chance, das Blut einmal selbst zu benötigen, ist jedoch gering. Die Wissenschaft hat zudem noch keinen aktuellen Forschungsstand, inwieweit Eigenblut auch nach mehreren Jahren noch optimal verwendet werden kann.

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