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Nabelschnur ein Strang aus Blutgefäßen




Die Nabelschnur (wissenschaftliche Bezeichnung: funiculus umbilicalis) ist ein Strang aus Blutgefäßen der Säugetiere im Mutterleib mit der Plazenta beziehungsweise dem Mutterkuchen der Mutter verbindet. Über die Nabelschnur gelangen Nährstoffe aus der Plazenta zu dem Ungeborenen, außerdem werden Ausscheidungsprodukte des Embryos durch die Nabelschnur in die Plazenta transportiert. Auch der Austausch von Gasen wie Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid findet auf diesem Wege statt.



Bei Menschen wird die Nabelschnur rund 60 Zentimeter lang und besitzt einen Durchmesser von 1,5 bis 2 Zentimetern. Die Nabelschnur besteht normalerweise aus drei Gefäßen. Zwei Arterien transportieren mit Kohlenstoffdioxid angereichertes Blut vom Embryo zur Plazenta und eine Nabelvene versorgt den Embryo mit sauerstoffreichem Blut. Die Anzahl der Gefäße in der Nabelschnur kann aber auch geringer ausfallen, ohne dass der Embryo Schaden nimmt. Die Nabelschnur des Menschen ist in der Regel gewunden, elastisch und von der dünnen Amnion-Haut umgeben. Die Elastizität der Nabelschnur verhindert ein Abknicken der Nabelschnur bei Belastungen, dies ist notwendig da Ungeborene sich teilweise stark bewegen oder auch an der Nabelschnur ziehen.

Die Elastizität kommt durch die Zusammensetzung der Nabelschnur aus Zellen zustande, die sehr viel Wasser binden und die Blutgefäße umgeben. Während der Geburt kann die Nabelschnur zur Gefahr für das Kind werden, beispielsweise wenn sie sich um seinen Hals gelegt hat. Dieses Problem wird heutzutage meistens aus Ultraschallbildern frühzeitig erkannt und kann durch einen Kaiserschnitt gelöst werden. Bei Menschen hört das Blut in der Nabelschnur rund fünf bis zehn Minuten nach der Geburt auf zu pulsieren. Dann wird die Nabelschnur in der Regel an zwei Stellen abgebunden und durchtrennt. Diese Prozedur ist weder für die Mutter noch für das Kind mit Schmerzen verbunden, da sich in der Nabelschnur keine Nervenzellen befinden. Das Reststück der Nabelschnur, das am Kind bleibt, färbt sich im Laufe der folgenden Tage dunkel und fällt von alleine ab. An der Stelle am Bauch an der die Nabelschnur angesetzt hat bleibt eine Narbe zurück, der so genannte Bauchnabel. Aus dem in der Nabelschnur befindlichen Blut können Stammzellen gewonnen werden, die bei einer späteren Erkrankung das Leben des Menschen retten können.

Aus diesem Grund lassen viele Eltern Blut aus der Nabelschnur ihres Kindes entnehmen und bewahren es auf.

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